Erfolglos altern

Es gibt Leute, die haben mit 29 schon 100 Länderspiele auf dem Buckel, werden aber nur 52 Jahre alt. Mir wärs egal, wenn ich mit 100 erst 29 Länderspiele hätte…

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Websitebewertung Note 1,8: aber geilers schon

Was, wenn das Netzwerk hakt, der Drucker klemmt, die Software streikt oder digitales Schneckentempo angesagt ist: ja, dann kommt er, der Hoffnungsträger, der Alleswiedergutmacher, der Technikversteher – DER IT-SPEZIALIST.
Schon steht er in der Tür mit seinem Kunstledertäschchen, aus dem der Hals einer Colaflasche, Frühstücksbrotpapier und einige Kabelenden lugen. Innerhalb weniger Sekunden breitet sich der süßlich derbe Duft lang gepflegten Körperschweißes in der gesamten Wohnung aus und verleiht ihr den wunderbar duftenden Charme einer Männerumkleidekabine beim SC Broichitz nach verlorenem Punktspiel mit Verlängerung und Elfmeterschießen.

Zum Glück Vergangenheit: IT-Experten noch vor wenigen Jahren

Zum Glück Vergangenheit: IT-Experten noch vor wenigen Jahren

Im festen Wissen, dass der Kunde keinesfalls zu einer korrekten Fehlerbeschreibung in der Lage sein kann, beschließt der IT-SPEZIALIST zunächst einmal, sein fetten Wanst unter den Schreibtisch in Richtung Computer zu Schieben. Nach kurzem Knacken der Kniegelenke und einigem Ächtzen ist er auch schon fast unsichtbar unter dem Schreibmöbel verschwunden. Lediglich der fette Hintern grüßt unter dem hochgeschobenen T-Shirt mit seiner Kimme als lustiges Maurerdekolletee, gehalten vom Gürtel mit Gürtelclip für Leatherman, LED-Taschenlampe und Smartphone mit Bluetoothgeschisse zum Ohranklemmer.

Und wenn alles gut geht, dann erhebt sich der zottelbärtige Fettwanst mit Schweißperlen auf der Stirn und verkündet kopfschüttelnd: „Ein PIN Ihres SCSI-Adapters war verbogen. Ich hab’s mit meinem Mulitifunktionstool wieder gerichtet.“

Tja, sicher kennen Sie das auch. Jeder hat doch so einen feisten, kopfschüttelnden IT-Spezialisten im Bekanntenkreis. Ab heute muss das nicht mehr sein! Bauen Sie einfach Ihren Bekanntenkreis um. Schmeissen Sie Ihren IT-Spezialisten weg. Denn es gibt jetzt Ihn, den gut aussehenden, freundlichen, perfekt duftenden und verständnisvollen Spezialisten – ach, was sage ich IT-CHARMEUR!: Dipl. Inform. Carsten Eilers.

Ein Blick auf die Website www.ceilers.de macht auch dem vertrottelnsten Computer-Laien die schöne Welt von Bits und Bytes verständlich, wenn Ceilers dort etwa die Frage stellt:

„Die ‚Operation Aurora‘, Stuxnet und der Angriff auf RSA – Advanced Persistent Threats, die man weder am eingeschleusten Schadcode noch am nachgeladenen Schadcode und seiner Steuerung erkennen kann. Und wie sieht es beim Zugriff auf die Datenbank oder dem Hinausschmuggeln der gesammelten Daten aus?'“

Bereits diese Frage bringt den schusseligen Anwender ohne Vorkenntnisse auf den Lösungsweg. Hilfe zur Selbsthilfe par excellence. Übrigens: auch zu religiösen Themen äußert sich Eilers und klagt an, wenn er schreibt:

„Hier gibt es keine Malware auch wenn Bitdefender meint, etwas gefunden zu haben.“

Mein Eindruck: großartig. Einzige Kritik: aus marketingtechnischen Gründen hätte ich statt „ceilers.de“ den Namen „geilers.de“ gewählt.

Daher BlogschreierBewertung: 1,8