Wussten Sie eigentlich, …

dass Großmäuler oftmals bereits an der Kopfform zu erkennen sind? Das Potential eines riesigen geöffneten Mundes steht vielen Menschen gleichsam ins Gesicht geschrieben.

grossmaul

Ein gelungener Großmaul-Schnappschuss bei www.tommelom.de

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Beste Website des Jahres: senioren-elektrofahrrad.de

Erfreulicherweise finden wir beim mittäglichen Durchstöbern des World Wide Web immer wieder einzelne Sites, die sich wohltuend vom grauen Einerlei und Weblog-Gestammele abheben. Wir saugen gleichsam Formen und Inhalte solcher Kleinode dankbar und tief berührt auf in der Hoffnung sie mögen eines Tages in den Olymp des Webdesigns emporsteigen und ihren ewigen Ehrenplatz auf „archive.org“ finden, um den tölpelhaften Webamateuren der Welt auf ewig leuchtendes Vorbild sein zu können – ja, um die Welt dauerhaft ein wenig besser und freundlicher zu machen.

Seniorenfahrrad

Seniorenfahrrad

Die beste Website unter diesen ausgezeichneten Seiten ist mit rühmlichem Abstand das Kunstwerk www.senioren-elektrofahrrad.de, ein erhabenes Stück Schönheitsempfinden in Wort, Bild und Programmierung. Die Blogschreier-
Jury ist stolz, die Auszeichnung „Beste Website des Jahres 2012“ an eben diese überaus gelungene, Maßstab setzende Website vergeben zu dürfen. Was macht die Seite nun zu einer „ausgezeichneten“ Seite? Werfen wir einmal einen Blick darauf.

Bereits wenige Sekunden nachdem die Eingabe der Domain mit der Returntaste quittiert wurde, baut sich seniorenelektrofahrrad.de stark und entschieden im Browser auf. Der Benutzer wird unverzüglich darüber informiert, dass seine Surfutensilien der Modernität der aufgerufenen Programmierung nicht gewachsen sind – ja seine erst kürzlich rundum erneuerte IT-Landschaft rettungslos veraltet und unsicher ist:

Ein Popup wurde geblockt. Andere Inhalte dieser Site wurden aus Sicherheitsgründen ebenfalls geblockt.

Ein untrügliches Zeichen, dass wir in der Championsleage der Webprogrammierung angekommen sind. Wir sind also auf dem richtigen Weg. In der ersten Zeile eine kleine Fingerübung, mit der ein Weltkonzern wie Google ganz einfach und öffentlich an der Nase herumgeführt und überlistet wird – das Ranking wird brilliant überlistet mit den Worten:

Elektrofahrrad  E-Fahrrad elektro Velo e-bike Elektrobike Elektrorad Elektrozweirad Pedelec Elektroroller ebike electric-bisycle akkubike Akkubike E-Antrieb E- Bike Fahrrädern Touren Fahrrad

Es folgen zwei echt starke Werbebotschaften:
Das unvergleichliche Elektrofahrrad , nicht nur für Senioren
und
Das Elektro-Fahrrad mit eingebautem Rückenwind
– das ist ganz großes Marketing.

Kleinere Rechtschreibfehler im Text sind absichtlich, frech wie intelligent gesetzt, um die Aufmerksamkeit des Lesers dauerhaft aufrecht zu erhalten.

Das Produkt selbst tritt angesichts der fulminanten Bedeutung des Layouts bewusst in den Hintergrund. Wir erfahren lediglich einige „Fundamentals“, wie
„Spectro S7 Schalter, 7 Gangnabe mit Rücktrittbremse und der Clickbox“ – jawohl, richtig gelesen: „und der Clickbox„. Ist das nicht wunderbar?

Die Geschichte vom Wichtigkeitsmaßstab wird hier neu geschrieben. Und wir dürfen das alles in Form von etwa 30 verschiedenen Schriftgrößen und vielerlei Schriftfarben erfahren. Hier wurde an Einsatz nicht gespart – schon gar nicht etwa am falschen Ende: aufwändige GIF-Animationen  – die Königsdisziplin der Websitegestaltung – erklären uns komlizierte technische Sachverhalte – freundlich, übersichtlich und kompetent.

Wem so viel gutes noch nicht reicht, der kann sich gegebenenfalls an den dort aufgeführten Partnerlinks erfreuen:

  1. Selbstregelnde Dachrinnenheizung
  2. Selbstregelnde Rohrbegleitheizung
  3. Selbstregelnde Dachrinnenheizung
  4. Selbstregelnde Rohrbegleitheizung
  5. Elektro Fusbodenheizung
  6. Elektro Fliesenheizung
  7. Elektro Dünnbettheizung
  8. Elektrische Fusbodenheizung
  9. Elektrische Fliesenheizung
  10. Elektrische Dünnbettheizung
  11. Dachrinnenheizung
  12. „Laminatheizung“
  13. Parkettheizung
  14. Freiflächenheizung
  15. schneeweg eisfrei“
  16. Rampenheizung
  17. Dachrinnenheizung
  18. Rohrbegleitheizung

Besonders vielversprechend erscheint mir der Link zur „Rampenheizung“ für manche Sau, den ich einfach mal in der nächsten Mittagspause anklicken werde. Die Vorfreude ist groß. Mal schauen, was passiert.

Eine Enttäuschung bleibt jedoch: Die angekündigte Midi-Untermalung mit dem Lied „Über d’Alma“ vom Interpreten René Senn wurde meiner technischen Ausstattung vorenthalten – bzw. mir von meiner technischen Ausstattung sicherheitshalber vorenthalten – sie wissen ja: „Andere Inhalte dieser Site wurden aus Sicherheitsgründen ebenfalls geblockt.“ Da bleibt bei mir modernisierungsbedarf.

Schauen und hören Sie doch auch einfach mal rein: http://senioren-elektrofahrrad.de

Die BlogschreierBewertung: 0,3

 

Websitebewertung Note 2,2: Über Umgangsformen zum Erfolg

Für einen erfolgreichen Auftritt im sozialen Netzwerk gelten gute Umgangsformen genauso viel wie im realen Leben“ – das lesen wir kopfnickend bei http://diesocialmediatexterin.wordpress.com – aber stimmt das eigentlich?

Einen erfolgreichen Auftritt legt nach eigenen Angaben „Undertaker Tom“ mit seinem „Bestatterweblog“ hin. Also vermuten wir dort die genannten guten Umgangsformen. Und in der Tat: selbst bei ganz ganz schlimmen Aufregern wahrt man Contenance und beschwört das Wir-Gefühl, so z.B. im Kommentar der total lieben Frauvau:
Ich verstehe gut, dass du dich aufregst, aber deine Gesundheit ist (uns) echt wichtiger!
Auch der süße Adrian zeigt gute Umgangsformen:
Noch ne gute Genesung und wir haben Dich alle lieb.

Nicht mehr bei Ebay erhältlich

Nicht mehr bei Ebay erhältlich

Wie definieren wir aber den Rahmen guter Umgangsformen? Eine Gesamtschau der Bestatterweblog-Kommentare von etwa 30 Dauerkommentatoren zeigt: nach oben können wir ruhig bis zur Huldigung und Ehrerbietung gehen.
Nach unten wird es schwieriger. Da schauen wir einmal auf Meister Tom selbst. Er hat nach eigenen Angaben eine äußerst unangenehme Erfahrung bei einer Online-Versteigerung gemacht, die in uns allen sicherlich in höchstem Maße Verärgerung hervorgerufen hätte. Tom jedoch bleibt ganz Gentleman, wenn er schreibt:
Bei Ebay hat so ein muselmanischer Drecksack ein Handy von mir ersteigert, überwies dann aber kein Geld.

(Quelle: http://bestatterweblog.de/kotau-und-haare-ab/#comments)

Kein Wort von „Arschfickender Hurensohn“ oder ähnlichem. Vielmehr weist Tom auf die reliös-geographische Herkunft des Ebay-Partners und damit auf den sozialen Missstand von Chancenungleichheit und Integrationshemmnissen hin. Das ist großartig und verdient Respekt.

Wer so bewusst und brilliant mit der Sprache umgeht wie Meister Undertaker, der kann nur mit Abscheu und Unverständnis den völlig aus der Luft gegriffenen, ungerechten Vorwürfen von Google, Amazon und Konsorten begegnen, die den Bestatterweblog der Zensur unterstellen. Ja können die denn nicht lesen?

Und wenn so ein Schwein von Kommentator dem Tom in den Rücken fällt mit so einem gequirlten Mist, wie etwa „Ich kenne kein Kundenfreundlicheres und Problemloseres Kaufhaus als Amazon. Nur meine Erfahrung, und die meiner ganzen Bekannten…“ – ja selbst dann behält der Undertaker die Nerven und antwortet ruhig und besonnen: „Was soll denn der blöde Kommentar? Jetzt mal ehrlich? Meinst Du wirklich, ich sei so doof, daß Du mir die Welt erklären mußt?
Und dankenswerter Weise erklärt der Tom dann dem Schwein dann die Welt. Das ist nett. Abschließend gibt er uns allen noch folgende weise Worte mit auf den Weg:
So läuft das Leben unter Erwachsenen. Willkommen in der Welt der Höflichkeit und des Respekts.
Es wäre schön, wenn der Traum einer besseren Welt auch in anderen Blogs geträumt würde, denn „DAS IST DOCH DAS MINDESTE IM UMGANG UNTER ERWACHSENEN MENSCHEN„.

Die ganze „Welt der Höflichkeit und des Respekts“ – das ist der Bestatterweblog. Der Bestatterweblog ist erfolgreich. Deshalb hat „diesocialmediatexterin“ recht: „Für einen erfolgreichen Auftritt im sozialen Netzwerk gelten gute Umgangsformen genauso viel wie im realen Leben.“

Daher BlogschreierBewertung für http://diesocialmediatexterin.wordpress.com: 2,2


Websitebewertung Note 1,8: aber geilers schon

Was, wenn das Netzwerk hakt, der Drucker klemmt, die Software streikt oder digitales Schneckentempo angesagt ist: ja, dann kommt er, der Hoffnungsträger, der Alleswiedergutmacher, der Technikversteher – DER IT-SPEZIALIST.
Schon steht er in der Tür mit seinem Kunstledertäschchen, aus dem der Hals einer Colaflasche, Frühstücksbrotpapier und einige Kabelenden lugen. Innerhalb weniger Sekunden breitet sich der süßlich derbe Duft lang gepflegten Körperschweißes in der gesamten Wohnung aus und verleiht ihr den wunderbar duftenden Charme einer Männerumkleidekabine beim SC Broichitz nach verlorenem Punktspiel mit Verlängerung und Elfmeterschießen.

Zum Glück Vergangenheit: IT-Experten noch vor wenigen Jahren

Zum Glück Vergangenheit: IT-Experten noch vor wenigen Jahren

Im festen Wissen, dass der Kunde keinesfalls zu einer korrekten Fehlerbeschreibung in der Lage sein kann, beschließt der IT-SPEZIALIST zunächst einmal, sein fetten Wanst unter den Schreibtisch in Richtung Computer zu Schieben. Nach kurzem Knacken der Kniegelenke und einigem Ächtzen ist er auch schon fast unsichtbar unter dem Schreibmöbel verschwunden. Lediglich der fette Hintern grüßt unter dem hochgeschobenen T-Shirt mit seiner Kimme als lustiges Maurerdekolletee, gehalten vom Gürtel mit Gürtelclip für Leatherman, LED-Taschenlampe und Smartphone mit Bluetoothgeschisse zum Ohranklemmer.

Und wenn alles gut geht, dann erhebt sich der zottelbärtige Fettwanst mit Schweißperlen auf der Stirn und verkündet kopfschüttelnd: „Ein PIN Ihres SCSI-Adapters war verbogen. Ich hab’s mit meinem Mulitifunktionstool wieder gerichtet.“

Tja, sicher kennen Sie das auch. Jeder hat doch so einen feisten, kopfschüttelnden IT-Spezialisten im Bekanntenkreis. Ab heute muss das nicht mehr sein! Bauen Sie einfach Ihren Bekanntenkreis um. Schmeissen Sie Ihren IT-Spezialisten weg. Denn es gibt jetzt Ihn, den gut aussehenden, freundlichen, perfekt duftenden und verständnisvollen Spezialisten – ach, was sage ich IT-CHARMEUR!: Dipl. Inform. Carsten Eilers.

Ein Blick auf die Website www.ceilers.de macht auch dem vertrottelnsten Computer-Laien die schöne Welt von Bits und Bytes verständlich, wenn Ceilers dort etwa die Frage stellt:

„Die ‚Operation Aurora‘, Stuxnet und der Angriff auf RSA – Advanced Persistent Threats, die man weder am eingeschleusten Schadcode noch am nachgeladenen Schadcode und seiner Steuerung erkennen kann. Und wie sieht es beim Zugriff auf die Datenbank oder dem Hinausschmuggeln der gesammelten Daten aus?'“

Bereits diese Frage bringt den schusseligen Anwender ohne Vorkenntnisse auf den Lösungsweg. Hilfe zur Selbsthilfe par excellence. Übrigens: auch zu religiösen Themen äußert sich Eilers und klagt an, wenn er schreibt:

„Hier gibt es keine Malware auch wenn Bitdefender meint, etwas gefunden zu haben.“

Mein Eindruck: großartig. Einzige Kritik: aus marketingtechnischen Gründen hätte ich statt „ceilers.de“ den Namen „geilers.de“ gewählt.

Daher BlogschreierBewertung: 1,8

Websitebewertung Note 3,2: Gonni, Du bis grosatich!

Roter Ochs

Roter Ochs mit Wählscheibe – Philosophisches Experiment

Wir verdanken nicht etwa dem „roten Ochs“, sondern dessen knuffig frängischn Wirt dem Gonrad „Konni“ Scheller eine der tollsten Schimpf-Wortschöpfungen neuester Zeit. Mit dem Begriff „Internet-Legastehniker“ hat der Gonrad unseren deutschen Wortschatz um jenes Element bereichert, dass wir alle so dringlich über Jahre vermissten.

Konni’s Kommentar im „bestatterweblog.de“ nähme sich eher schlicht aus, wäre da nicht jene Wortschöpfung, mit der sich der Gonrad allzu bescheiden – für den Fachmann aber dennoch überzeugend – in philosophische Höhen erhebt, wenn er schreibt:

Naja, von Internet-Legastehnikern muss man sich nicht einschüchtern lassen.

Nun denkt man zunächst: Legasthenie und Internet – was soll das? „Internet-Menschen-mit-Leseschwäche“ – Sollen da eventuell Minderbegabungen unterstellt und Legastheniker diskriminiert werden? Nein! Nein! Und nochmals nein! So billig und fies ist der Gonrad nicht.

Wer genau hinschaut dem fällt die eigenwillige Schreibweise auf: „Legastehnikern“ – da sind „e“ und „h“ vertauscht. Ein Rechtschreibfehler? Aber nein – das wäre unvorstellbar. Wer verwendet ein solches Wort und verschreibt sich dabei? Eine lächerliche Theorie. Das würde dem dümmsten Idioten nicht passieren.

Der Gonni hat das mit voller Absicht und wohlüberlegt so gemacht. Hier sehen wir auch den eindeutigen Beweis dafür, dass es sich um eine Wortneuschöpfung handeln muss! Alles andere macht einfach keinen Sinn.

Was bedeutet dann der wunderschöne neue Begriff „Internet-Legastehniker“? Ein Blick auf Gonnis Website http://www.roterochs.de gibt weiteren Aufschluss. Er ist Philosoph, denn er hat eine Philosophie (http://www.roterochs.de/ueberuns/).

Er verzichtet auf Frames – danke Gonni, denn Frames sind total unfair. Wer Frames verwendet, ist doof.  Und dumm. Also dummdoof. Dümmer noch als Leute, die geheim google-analytics oder wordpress verwenden.

Gonni trennt Inhalt von Layout – das gilt nicht für die Speisen seines frängischn Gasthauses – oh mein Gott – damit mich da ja keiner falsch versteht! Trennkost ist also im Internet angesagt. Das habe ich jetzt gelernt! Warum sollte Inhalt auch mit gutem Layout daher kommen? Gonni zeigt, wie es geht.

Auch finden wir beim Gonni keine Phrasen, wie „Diese Seiten sind optimiert für…“ (sind sie denn nicht optimiert?). Und dass die Frangn die Gemütlichkeit lieben ist ja wohl keine Phrase – Der Hesse blogschreier hasst übrigens die Gemütlichkeit und schämt sich nichteinmal dafür – pfui!

Gonni ist schlau. Denn er weiß viel. Er streut vielsagende Brocken in sein validiertes philosophisches Gericht, wie „Zugänglichkeitsrichtlinien“ und „W3C-Kommitee“ – Worte also die an Wichtigkeit kaum zu überbieten sind, und die im Namen der Menschlichkeit und Fairness auf keiner Website fehlen sollten.

Der Begriff „Internet-Legastehniker“ soll jemanden beschreiben, der nicht so gut ist wie Gonni. Also bezeichnet er jemanden, der

  • Frames verwendet
  • dummdoof ist
  • von Trennkost nichts versteht
  • ungemütlicher Hesse  ist
  • keine wichtigen Worte verwendet

Also zusammengefasst: Ein Internet-Legastehniker ist einfach scheiße. Klar, dass man sich von Scheiße nicht einschüchtern lässt, oder? Und dafür liebe ich den Gonni, den roten Ochsen und alle, die ich lieb habe.

BlogschreierBewertung: 3,2

Die Website vom Gonni http://www.roterochs.de/ueberuns/ bekommt vom blogschreier übrigens nur die Bewertung 3,2, da bei den Tafelformen für Sitzordnungen die G-Form fehlt (siehe http://www.roterochs.de/familienfeier/tischordnung.html). Schade.

 

Shitstormbewertung Note 1,1: für bestatterweblog.de

Juchu!! Endlich mal wieder ein Shitstorm – endlich wieder die Hosen runter und so richtig auf die Kacke hauen – das wär’s doch, oder? Die Suche nach Plattformen ist für diejenigen, die – wie unsereins – mit ihresgleichen in Exkrementen suhlen möchten schwer geworden.

Wie die Zeitschrift „Welt“ in ihrer Online-Version berichtet, ist es zu einer dramatischen Verknappung der Sturm-Ressourcen gekommen. Im Wissen darum ergeht die dringende Aufforderung in Zukunft bewusst mit der knappen Ressource umzugehen und streng zu haushalten. Denn Wissenschaftler stellten unlängst fest: „Schon jetzt kann ja schon kaum so viel Scheiße wie benötigt produziert werden„. (www.welt.de)

In froher Erwartung eines Shitstorms

In froher Erwartung eines Shitstorms

Daher geht der Dank an die Umsichtigkeit zahlreicher Blogger, die sich bereits jetzt in Zurückhaltung üben und anstatt eines „Sturmes im Wasserglas“ inzwischen den „Furz im Schnapsglas“ vorziehen. Die Wirkung kommt dem Original recht nahe, wenn man eine Regel unbedingt und streng beachtet: Die Zufuhr jeglicher Frischluft von Aussen muss jäh unterbunden werden. Der Betreiber eines Forums oder Blogs kann hier gute Voraussetzungen für die BlogShitter schaffen.

Wie man mit Hilfe guter Infrastruktur einem lauen Lüftchen nahezu volles Shit-Aroma entlocken kann, zeigt geradezu vorbildlich der Bestatterweblog:

Hier wurde zunächst ein mit allen journalistischen Wassern gewaschener Artikel veröffentlicht, und zurecht unglaubliche Zustände angeprangert: (http://bestatterweblog.de/archives/Klicke-die-Klick/6556)
Im weiteren Verlauf geht dann eine muntere Gesellschaft von etwa 30 BlogShittern mit viel Phantasie, Einigkeit und nach allen Regeln der Shitstorm-Kunst ihrer Berufung nach: (http://bestatterweblog.de/archives/Man-darf-nicht-klicken!/6559)

Unter dem Vorwand der Beleidigtheit – und das ist nun der entscheidende Kunstgriff des Blogmachers (im Folgenden „der Macher“) – lässt er seinen Blog-Tanker einfach unmoderiert weiter treiben: http://bestatterweblog.de/archives/So,-ich-mach-dann-mal-Pause/6560

Als der Sturm abzuflauen droht, zieht „der Macher“ einen weiteren Trumpf aus dem Ärmel: er sähe sich unentwegt fiesen Mächten, Machenschaften und Anschuldigungen ausgesetzt und könne einfach nicht mehr.

Folglich würde er nun – um nicht weiteren Schaden zu nehmen – seine Blogaktivitäten einstellen. Wahre und ehrliche Entrüstung der Gemeinde greift um sich. Verzweiflung: der Blogbesitzer geht – und dabei wartete man doch bereits seit über 2000 Jahren auf die Wiederkehr des Messias. Schnell ist alles gesagt. Zu schnell!  Das Feuer darf nicht erlöschen!
Also ein weiterer überraschender, wie brillianter Schachzug und gleichzeitig der dramatische Höhepunkt des Spiels: „der Macher“ läßt kolportieren, er läge im Krankenhaus. Wieder Aufregung. Die Genesungswünsche lesen sich nun wie Beileidsbekundungen: „Ich hoffe Du kannst Kraft schöpfen, Dich wieder finden und weitermachen. Du fehlst mir, …“ Die Gemeinde trägt Trauerflor, die Fahnen hängen auf Halbmast. Lieben. Bangen. Hoffentlich kommt er durch…

Inzwischen ist der Blog und „der Macher“ wieder gesund und munter „On Air“. Was bleibt, ist ein Erfolg auf ganzer Linie  mit immerhin etwa 10 Tagen Durchhaltevermögen.
Die Werbepartner haben dankenswerter Weise neben dem kleinen Shitstorm im Winde durchgehalten, wie etwa die Bestattungsinstitute Kuhrau, Grothe, und Weller und Mitsubishi und ERGO. Wir sagen danke. Denn was bleibt, ist ein großes Lehrstück für uns alle: „Wie mache ich erfolgreich aus einem Mäusefurz einen Elefantenschiss“.

BlogschreierBewertung: 1,1

 

Blogbewertung Note 2,9: Autorin Suzanne bei Dreibeinblog.info

Who is Anonymous?

Who is Anonymous?

Da schreit sie also, die Suzanne im „DreibeinblogThinktank“.
Sie schreit für eine gute Sache, für das Gute.

Und sie ist nicht allein.
Sie schreit zusammen mit den Gutmenschen einer starken Bewegung.

Denn die Welt ist krank! Suzanne heilt die Welt mit ihrer Intelligenz,
mit ihrem ausgeprägten Sinn für Gerechtigkeit, mit ihrer Phantasie.

Sie prangert schonungslos an und ist dabei richtig süß in ihrem Zorn.

Suzanne gehört zu den Menschen mit einem IQ von über 110, wie uns am Rande des Blogs glaubhaft versichert wird. Das macht sie schön und bewundernswert.

Schon bald werden wir sie als Fahrerin eines Autos erkennen, an dessen Heckscheibe in großen Lettern geschrieben steht: „ABI 2013„.

Bis dahin können wir alle noch viel von ihr lernen unter:

http://dreibeinblog.info/author/suzanne

BlogschreierBewertung: 2,9